Benchmarking von Eisenbahnverkehrsunternehmen - Güterverkehr
Mit der Richtlinie 440/91 begann formal die Liberalisierung
der europäischen Schienenverkehrsmärkte. Den etablierten Incumbents traten und treten zunehmend kommunale, private und gemischtwirtschaftlich finanzierte Verkehrsunternehmen entgegen. Im Ringen um Marktanteile im intramodalen Wettbewerb kommt der Leistungsfähigkeit der unterschiedlichen Akteure große Bedeutung zu.
Auf der Suche nach der „optimalen Aufstellung“ eines Unternehmens liefert HTC auf der Basis finanzwirtschaftlicher Daten aus den Unternehmensbilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen für die Jahre ab 2005 Benchmarking-Daten für das eigene Unternehmen sowie für den Wettbewerb insgesamt bzw. für einzelne Marktakteure. Dies geschieht in standardisierter Form auf Basis von elf Kennzahlen.
Beispiel für eine Ableitung einer finanzwirtschaftlichen und wettbewerbsbasierten Marktposition
Aufgabenstellung:
Im Zuge einer Veränderung auf der Eigentümerseite war die Frage zu beantworten, wie die wirtschaftliche Performance des Unternehmens im Vergleich zur Branche zu bewerten ist.
Ziel:
Ermittlung eines SWOT-Profils für das Kauf-Objekt, dass eine faire Kaufpreisermittlung ermöglicht und Indikatoren dafür gibt, wie eine mittelfristige Aufgabenstellung für das Management aussieht.
Lösungsansatz:
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Datenanalyse des Eisenbahnverkehrsunternehmens für die letzten fünf Geschäftsjahre.
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Ermittlung und Gegenüberstellung der korrelierende Finanzdaten für ein Panel von Branchenakteuren des Marktes
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Ableitung bzw. Beschreibung der relativen Marktposition
Ergebnis:
Anhand von elf Indikatoren wurde die relativen Markt- und Wettbewerbsposition quantitativ beschrieben und grafisch illustriert. Unter Berücksichtigung weiterer Faktoren und qualitativer Ergänzungen wird in erster Näherung ein erster Ansatz für eine strategische Neuausrichtung erarbeitet. Dieser ist typischerweise ein Ausgangspunkt für weitere Arbeiten des Managements, das Unternehmen langfristig auszurichten und „sturmsicher“ zu machen. Dieser Prozess sollte revolvierend bzw. fortlaufend stattfinden, wobei hier strukturbildend die jeweilige Umwelt- und Branchendynamik von Bedeutung ist. Dynamischere Branchen fordern hier von den Benchmark-Unternehmen einen „schneller drehenden“ Prozess als bei anderen Sektoren.