„Kleiner als Ganzzug“ – Ansatz und „Mikro-Terminals“

Als Grundbausteine der Verkehrswende und Revitalisierung des lokalen Schienengüterverkehrs in einer definierten Region

Soll die Verlagerung von Verkehren auf den Verkehrsträger Schiene nachhaltig und mehr als symbolträchtig sein, muss „die Schiene“ - neben den großvolumigen Verkehren aus Häfen und Ballungszentren – auch und v.a. den kleinteiligeren Transportbedarf in der Fläche Lösungen anbieten können. Die Fähigkeit zum Transport von Einzelwagen, Wagengruppen und ggf. Teilladungen in der Region muss gestärkt werden!

Beispiel für ein regionales „Kleiner als Ganzzug“-System mit kurzen Vor- und Nachlaufdistanzen auf der Straße

Aufgabenstellung:

Für Verlader von kleinen und mittleren Volumen, bei denen Eingang- und Ausgangsvolumina sowie deren prozessualen Anforderungen eine Nutzung der vorherrschenden Ganzzugangebote ausschließen, existiert heute im Bahnsektor nur der klassische kombinierte Verkehr. Der klassische Einzelwagenverkehr verliert v.a. aufgrund falscher strategischer Ausrichtungen in der Vergangenheit zunehmend an Bedeutung.

Das Netz der Ladestellen des kombinierten Verkehrs ist aber tendenziell eher grobmaschig, die Vor- und Nachlaufentfernungen führen i.d.R. zu einem Verbleib sehr vieler Transporte auf der Straße.

Der Aufgabenträger suchte nach einem Ansatz, mit welchen Verladern in seiner Region angesichts des fortschreitenden Rückzuges der Staatsbahn aus den regionalen Einzelwagen- und Wagengruppenverkehren (wieder) ein wirtschaftlich tragfähiger Zugang zum SGV-Markt geboten werden kann und mit welchem sich die regionalen Eisenbahnen und Eisenbahninfrastrukturen eine nachhaltige Existenzberechtigung erarbeiten können.

Ziel:

Entwicklung eines Modellansatzes für geringvolumige Verkehrsströme, welcher in einer Region mit einer weitestgehend noch vorhandenen, aber unzureichend ausgelasteten (auch „nichtbundeseigenen“ ) Schieneninfrastruktur „minimalinvasiv“ realisierbar ist. Mit der Verlagerung von Verkehren sollen zudem klimapolitische und soziale Zielsetzungen unterstützt werden.

Lösungsansatz:

Schaffung eines Angebotes von temporären  „Mikro-Terminals“ für ein ganzheitlich gesteuertes, schienengebundenes Transportangebot in der Zielregion, welche aus drei elementaren Bausteinen gebildet wird:

  • Eine, rudimentäre Schnittstelle Schiene/Straße, z.B. ein Freiladegleis oder eine Ladestraße, aber auch Gleisanschlüsse und Railports
  • Eine Lösung für die (temporäre) Bereitstellung von mobilen Umschlagsleistungen, Straßenvorlauf und Straßennachlauf
  • Ein regionales, verlässliches und wirtschaftliches Bahntransportangebot für Einzelwagen und Wagengruppen mit Anbindung an Fernverkehrsleistungen

Die Einbindung lokaler Transportunternehmen und die Nutzung von vorhandenen Gleisanschlüssen mit Restkapazitäten ist integraler Bestandteil des Konzeptes, ebenso wie eine zentrale Vorhaltung von spezifischem Equipment (Bsp. Seitenlader, Mobiler, Abrollkipper, mobile Förderbänder und Bagger etc.). Dies und die Schaffung der notwendigen infrastrukturellen Voraussetzungen hinsichtlich baulicher und genehmigungstechnischer Eignung sowie der Aufbau eines den betrieblichen und kommerziellen Besonderheiten eines „kleiner als Ganzzug“- Bahnangebotes sind in sich bereits relativ komplexe, stark einzelfallbezogene Teilprojekte.

Weitere (Teil)Leistungen:

Definition von betrieblichen Grundprinzipen und -regeln sowie Preisbildungsmechanismen für die kommerzielle und betriebliche Steuerung eines lokalen Einzelwagen- und Wagengruppensystems,  Einsatzkonzepte und am Markt verfügbare Alternativen für im öffentlichen Raum mobile Umschlagseinheiten und -systeme inkl. Vor- und Nachlaufleistungen.

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