Bewertung von Verkehrsprognosen und Betriebskonzepten

Strategische Maßnahmen zur Ertüchtigung, Aus- oder gar Neubau

von Verkehrsinfrastrukturen basieren auf langfristig angelegten Prognosen. Diese Bedarfe werden in einem auf bestimmte betriebliche Grundannahmen basierendem Modell zur Ermittlung der erforderlichen Kapazitäten sowie zur Abschätzung möglicher negativer Effekte verwendet (Licht- und Geräuschemissionen, Schadstoffe etc.).

Sowohl die (zeitpunktbezogenen) Prognosen an sich als auch die (oftmals stark vereinfachten) betrieblichen Modellierungen werden durch Umwelt- und andere Interessenverbände, Anrainer und betroffene Gemeinden, Kreise und Länder, aber auch von betroffenen Marktakteuren selbst, oft hinterfragt.

Beispiel für eine Bewertung von prognosebasierten Zugzahlen im Schienengüterverkehr in einem Korridorprojekt

Aufgabenstellung:

Überprüfung der erwarteten Zugzahlen, die im Vorfeld des Baus einer Neubaustrecke zu deren wirtschaftlicher Begründung mittels einer nicht im Detail öffentlich spezifizierten Methodik ermittelt wurden.

Ziel:

Befähigung des Auftraggebers zu einer Qualifizierten Bewertung der postulierten Zugzahlen und damit zu kritischen Hinterfragung der im Projekt verankerten Emissionsschutzmaßnahmen.

Lösungsansatz:

  • Aufbau eines realistischen Kapazitätsbedarfsmodells auf Ebene individueller Zugleistungen unter Berücksichtigung der in der Branche tatsächlich vorherrschenden
    technischen und betrieblichen Parameter für die unterschiedlichen Gütergruppen.

  • Anwendung dieses Kapazitätsmodells auf die Prognosewerte unter zusätzlicher Berücksichtigung üblicher kommerzieller und operativer Einflussfaktoren

Ergebnis:

Bei unveränderten Prognosewerten hinsichtlich der erwarteten Güteraufkommen ist – vor allem aufgrund zu optimistischer Annahmen hinsichtlich zukünftig realisierbar Zuglängen und -gewichte – mit einer spürbaren Erhöhung der Zugzahlen im Vergleich zu den offiziellen Prognosewerten zu erwarten. Damit einhergehend nehmen auch die Umweltfolgen, u.a. Lärmemissionen, zu. Hintergrund sind die Prämissen zur infrastrukturellen und damit Kapazitätssituation im Schienennetz sowie eine Modellierung des Zugverkehrs in der Prognose, die die tatsächliche Komplexität des Bahnbetriebs lediglich partiell abbildet.

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